Yamaica war nun schon seit einigen Tagen ordentlich dick, viel dicker als die anderen Hündinnen einige Zeit vor der Geburt, so rechneten wir doch mit einigen Welpen, vielleicht 5 Stück?
Bereits in der Nacht vom 24. auf den 25. April war Yamaica sehr unruhig, 3 Tage vor dem errechneten Termin. Wir hatten den Eindruck, dass sie schon Wehen hatte - vielleicht Senkwehen....
Am Morgen war sie dann wieder etwas ruhiger, aber Sabrina hatte da so ein Gefühl, Frauen spüren eben eher, wenn etwas nicht stimmt.
Sonntag nachmittag kamen die Wehen wieder, aber nicht so richtig. Sicherheitshalber alarmierten wir schon unsere Tierärztin, falls was nicht ganz normal laufen sollte, doch dann kam eine Fruchtblase zum Vorschein, also falscher Alarm, wieder alles abgeblasen, es geht nun doch los.
Aber so sehr sich Yamica auch abmühte, nichts ging weiter, dann eben doch zum Tierarzt, ein Ultraschall zur Kontrolle, es waren schlagende Herzen zu sehen! Die Vorfreude und gleichzeitig die Unsicherheit stieg, da tauchte wieder eine Fruchtblase auf, die aber bald platzte, nun blieb nicht mehr allzulange Zeit!
Auch mit weiteren Wehen kam kein Welpe zum Vorschein, obwohl man ihn schon tasten konnte :-(. Um abzuklären, ob vielleicht der erste Welpe quer läge oder so, wurde noch eine Röntgenaufnahme gemacht, die brachte es dann ans Tageslicht: 3 Babies, in Yamaicas Bauch schauten die riesig aus!
Unsere Tierärztin war überzeugt, dass die auf normalem Wege nicht zur Welt kommen könnten, sie sollte leider recht behalten.
Nach einigen weiteren erfolglosen Versuchen, die Kleinen unter großen Schmerzen normal zu gebären, entschlossen wir uns schweren Herzens doch zum Kaiserschnitt. Schon nach kurzer Zeit bekamen wir den ersten Welpen in die Hand gedrückt, ein Rüde!
Wir begannen sofort, ihn mit einem Handtuch abzurubbeln, um seine Lebensgeister zu wecken und schon folgten die Babies 2 und 3, alles Rüden!
Sie wirkten nicht so wirklich munter und energiegeladen, also hieß es weiter rubbeln, was das Zeug hielt. Als dann die Mami (noch ziemlich schläfrig) gebracht wurde, zeigten sie aber schon nach kurzer Zeit, welch Appetit in ihnen schlummerte! Da wurde zu unserer Erleichterung ohne Pause gesaugt und geschmatzt. Nach kurzer Zeit übersiedelte dann die ganze Pudelfamilie nach Hause in die Wurfkiste, die Aufregung legte sich etwas, alles ging nun seinen gewohnten Gang.